Schlagwort-Archiv: bleizusatz für oldtimer

Die Frage nach dem “Blei-Zusatz”!

Immer wieder fragen uns unsere Kunden: Braucht mein Motor den Blei-Zusatz?

Unser Kollegen von WunschOldtimer.de haben in Ihrem Newsletter dazu einen ausführlichen Bericht erarbeitet, der für sich spricht!

Grundwissen: Bleizusatz im Benzin – Ist dieser notwendig für den Motor? 

In der Kategorie “Grundwissen” gehen wir heute der Frage nach, ob Benzin-Additive für ursprünglich auf Blei ausgelegte Motoren sinnvoll sind.

Zunächst klären wir die Wirkung Additive:

Benzinadditive ersetzen in konzentrierter Form den ursprünglich vorhandenen “Bleianteil” im Benzin. Tetraethylblei/Bleitetraethyl oder Tetramethylblei sind die Bausteine, die in diesem Zusammenhang oft als “Blei” bezeichnet werden (Es gibt auch Additive, die das stoff- und wirkungsspezifisch ähnliche Mangan als Zusatzstoff benützen). Es handelt sich hierbei um organische Substanzen. Diese basieren auf Kohlenstoffverbindungen (CH), die ein großes Molekül mit Bleiatomen (Pb) bilden. Bei der Verbrennung im Motor bilden genau diese Moleküle als Rückstände eine Oxydschicht, die sich auf dem Ventil und dem Ventilsitz absetzt. Diese Oxydschicht verhindert durch ihre enorme Belastbarkeit eine Verschweißung des Ventils mit dem Ventilsitz. Der Motor ist auf diese Weise auch für höhere Belastungen vorbereitet, wodurch eine längere Lebensdauer wahrscheinlich wird.

Was passiert ohne diese schützende Oxydschicht?

Nach erfolgter “Explosion” des Benzins werden die Abgase über die Auslassventile ausgeschieden. Dies beansprucht die Auslassventile in ungeheurem Maße und erhitzt sie. Je höher die Belastung des Motors ist, desto mehr werden die Auslassventile erhitzt. Aufgrund der glühenden Ventildeckel kommt es zu einer Verschweißung der Ventilsitze im Motorkopf. Die Nockenwelle kann zwar diese Verbindungen wieder trennen, allerdings werden bei diesem Vorgang winzige Partikel aus dem Ventilsitz heraus gerissen. Im Laufe der Zeit führt die Wiederholung dieses Ablaufes dazu, dass das Ventil nicht mehr richtig schließt. Als Folge dessen können Kompressionsverluste auftreten. Im Extremfall ist es sogar möglich, dass ein Ventil fest sitzen bleibt und einen Totalausfall des Zylinders hervorruft.

Gilt das auch für eingefahrene Motoren?

In Oldtimerkreisen hält sich hartnäckig die Ansicht, dass man bei Motoren mit Laufleistungen von mehr als 100.000 km, den Bleiersatz weglassen kann. Man ging bei dieser These immer davon aus, dass der Motor im Laufe seines Betriebes ausreichend viel Blei an den Sitzen angereichert habe. Diese Oxydschicht ist zwar vorhanden und belastbar, allerdings wird diese Schutzschicht unter den extremen Belastungen in einem Motor Stück für Stück wieder abgebaut. Vor allem unter größeren Belastungen für den Motor geschieht dies recht schnell und das Problem der oben beschriebenen Verschweißung zwischen dem Ventil und dem Ventilsitz tritt wieder auf.

Gibt es noch weitere Vorteile?

Weitere Wirkungen des Blei-Additiv sind die Verringerung der Klopfzahl und Erhöhung der Oktanzahl. Auch dies wirkt sich positiv auf die Lebensdauer des Motors aus.

Unser Fazit:

Festzuhalten bleibt, dass Benzinadditive bei Oldtimern der Langlebigkeit diesen und somit sinnvoll sind. Eine Produktempfehlung möchten wir an dieser Stelle nicht aussprechen, da die Inhaltsstoffe und Wirkungsweisen der zahlreichen Additive am Markt sehr ähnlich sind.”

Quelle: www.wunscholdtimer.de, Newsletter vom 07.07.14